Schafhof

Der Schafhof in Burgthann

Der Schafhof

Der Schafhof hieß früher Hofbau und gehörte zum Schloss Burgthann. 1483 wurde der Schafhof von der Burg getrennt. Damals umfassten die Ländereien 1300 Tagwerk Weide- und Ackerland und 400 Tagwerk Wälder. Das Schafweiderecht reichte von der Oberpfalz bis kurz vor Kornburg. Mit 18 Pferden wurde der  Hof bewirtschaftet. Außerdem gehörten zum Schafhof 600 Schafe und 40 Rinder. Einst die Kornkammer der Burgherren von Thann hat der Schafhof den Glanz der alten Tage leider ein wenig verloren. In zehnter Generation im Besitz der Familie Meyer sind nur noch wenige von den einst prächtigen Ländereien von 1483 übrig. Dennoch bewirtschaftet Familie Meyer den Schafhof noch immer mit großer Liebe und Hingabe.

In den vergangen Jahrhunderten sind verschiedene Katastrophen über den Schafhof hereingebrochen. Er wurde mehrmals vollständig niedergebrannt und wieder aufgebaut. Auch fiel der Hof verschieden Plünderungen in  mehreren Kriegen zum Opfer.

Fritz Meyer hat den Hof von seinem Vater, Johann Meyer, im Jahre 1952 übernommen. 1960 hat Fritz Meyer, mit seiner Ehefrau Käthe, einen neuen Kuhstall gebaut, in dem, unter anderem, die örtliche Bullenhaltung untergebracht war. 1977 errichtete Fritz Meyer, zusammen mit seinem Sohn Herbert Meyer, ein neues Wohnhaus, in dem 3 Generationen Platz fanden. Das dringend sanierungsbedürftige alte Wohnstallhaus wurde anschließend verkauft.

1990 übernahm Herbert Meyer von seinem Vater Fritz den Hof. Herbert Meyer war es erstmals seit Generationen möglich, den Schafhof um mehrere Hektar Wald und Wiesen zu vergrößern. Er erwarb 2 große Wälder am Brentenberg und einen Wald und einen Obstgarten in der Flur Förresbühl (nahe Schwarzenbach).

Im Jahre 2016 übernahm dann der älteste Sohn von Herbert Meyer, Christian Meyer, den Schafhof. Herbert Meyer hat allerdings eine große Wiese und die zugekauften Wälder für sich behalten. Christian brachte eine Wiese mit ein,  die er in Winn 5 Jahre zuvor gekauft hatte. Außerdem hatte er 2012 noch einen neuen, modernen Traktor angeschafft. Zudem modernisierte und erneuerte er die forstwirtschaftlichen Maschinen. Mit den neuen Maschinen werden im Jahr zwischen 40 und 60 Ster Holz „gemacht“. Das Holz stammt zum Großteil aus den eigenen Wäldern. Es dient u.a. als Brennholz für die Heizung des Bauernhauses. Außerdem wird ofenfertiges Kaminholz günstig verkauft und geliefert. Christian Meyer  hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Hof im Sinne seiner Vorfahren weiter zu bewirtschaften und zu verwalten. Tatkräftige Unterstützung bekommt er dabei von seiner Ehefrau Julia und seinen beiden Kindern Katharina und Peter. Auch seine Eltern helfen noch tatkräftig mit.

Auf dem Schaffeld weiden wieder jeden Sommer zwischen 10 und 20 Schafe auf der Schafkoppel. Direkt daneben hat Christian einen Acker für Kartoffeln, Mais und Sonnenblumen angelegt. Mais und Sonnenblumen dienen als Tierfutter, die Kartoffeln für den eigenen Verzehr und Verkauf. Auf dem Schafhof gibt es auch wieder Hühner. Momentan sind es 18 Legehennen und ein Hahn. Die Eier werden direkt ab Hof an die Kunden verkauft.

Das jetzige Bauerngeschlecht ist in 10. Generation auf dem Schafhof, und zwar seit 1761:

  • Georg Meyer aus Ezelsdorf kommend, geb. in Grub.

  • Hans Meyer

  • Johann Meyer

  • Michael Meyer               

  • Ulrich Meyer

  • Michael Meyer

  • Johann Meyer

  • Fritz Meyer                      

  • Herbert Meyer

  • Christian Meyer

 

Mehr über den Schafhof und Burgthann erfahren Sie in folgenden Links.

http://n-land.de/news/burgthann/ich-hoffe-auf-ein-baldiges-wiedersehen
http://n-land.de/news/burgthann/ich-hoffe-auf-ein-baldiges-wiedersehen-2

 

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